Endlich selbständig – so erstellst du den perfekten Businessplan

Du überlegst also, dein eigenes Business zu starten? Das ist grossartig! Doch bevor du loslegst, gibt es da eine Sache, die du unbedingt brauchst: Einen verdammt guten Businessplan. Das Ding ist Gold wert, nicht nur für dich, sondern auch, um Investoren und Banken für deine Sache zu gewinnen. Lass uns also in die Details eintauchen, wie du den perfekten Businessplan erstellst.

Warum ist ein Businessplan so wichtig?

Bevor wir loslegen, lass mich dir kurz klarmachen, warum ein Businessplan so entscheidend ist. Ein Businessplan ist wie die Landkarte für deine Reise ins Unternehmertum. Er hilft dir, Klarheit über deine Ziele, Strategien und Finanzen zu gewinnen. Ein durchdachter Businessplan ist auch das, was Investoren und Kreditgeber sehen wollen, bevor sie auch nur einen Cent in dich investieren. Also, jetzt verstehst du, warum wir hier so einen Wind drum machen.

Schritt 1: Das Executive Summary

Hier geht’s um den ersten Eindruck, also leg los mit einem Knall. Beschreibe kurz, wer du bist, was dein Business macht und warum es ein Erfolg wird. Denk daran, hier klar und prägnant zu sein. Niemand hat Zeit für Romane. Das Executive Summary darf maximal eine halbe A4 Seite lang sein. Wer schon mal einen Businessplan vor sich hatte, weiss wie gross die Verlockung ist, nur das Summary zu lesen und den Rest bestenfalls zu überfliegen.

Schritt 2: Die Unternehmensbeschreibung

Geh hier in die Tiefe. Was genau macht dein Unternehmen? Welche Probleme löst es? Wer sind deine Zielkunden? Mach klare Ansagen, stell dein Unternehmen vor und vergiss nicht, den Markt zu erörtern, in dem du operierst. In diesem Abschnitt hast du auch den Platz, dein Team vorzustellen und die Verantwortlichkeiten zu beschreiben. Eines der wichtigsten Elemente dieses Kapitels: Dein USP.

Schritt 3: Marktanalyse und Wettbewerb

Zeig, dass du deinen Markt kennst. Welche Trends gibt es? Wie gross ist der Markt? Und jetzt kommt der spannende Teil: Wer sind deine Konkurrenten? Was machen die gut, was nicht? Erläutere wie du dich gegenüber deinen Mitbewerbern differenzieren kannst. Nutze hier Tabellen und Grafiken, damit deine Zahlen beim Leser eindrucksvoll ihre Wirkung entfalten können.

Schritt 4: Organisationsstruktur

Führe hier das aus, was du im ersten Schritt grob beschrieben hast. Stell dein Team vor, beschreib die Rollen und zeig, warum gerade diese Leute perfekt für ihren Job sind. Investoren wollen wissen, dass du die richtigen Leute an Bord hast. Arbeite mit Fotos, damit man zum Namen auch ein Gesicht vor Augen hat.

Schritt 5: Dein Angebot

Hier gehst du ins Detail. Was genau bietest du an? Welchen Mehrwert bringt es? Welche Vorteile haben deine Produkte oder Dienstleistungen für die Kunden? Beschreibe deinen Workflow oder spezifische Produkteigenschaften. Lege Entwicklungsskizzen bei – achte aber darauf, dass sie nicht zu viel über den Aufbau und die Produktion verraten. Du weisst nicht an wen dein Businessplan bei der Suche nach Investoren weitergereicht wird.

Schritt 6: Marketing- und Verkaufsstrategie

Mach klar, wie du deine Kunden gewinnen und überzeugen willst. Welche Kanäle wirst du nutzen? Wie wirst du deine Produkte oder Dienstleistungen vermarkten? Und wie siehst du den Verkaufsprozess vor? Hier kannst du auch grob anschneiden, welches Budget du für Werbung vorgesehen hast und auf welche KPI’s du setzt.

Schritt 7: Finanzplan und Prognosen

Jetzt wird’s ernst. Hier zeigst du, dass du mit Zahlen umgehen kannst. Erstell Umsatzprognosen, Budgets und Cashflow-Analysen. Investoren wollen sehen, dass du ihr Geld sinnvoll einsetzt. Dieser Teil dient aber auch dir. Du hast die Chance alles nochmals im Detail durchzurechnen und dafür zu sorgen, dass dein junges Unternehmen auf stabilem Fundament steht. Plane hier in verschiedenen Szenarien: Kurzfristig, also alles was in den nächsten sechs Monaten läuft, mittelfristig, alles zwischen einem und drei Jahren und langfristig, alles was in den nächsten fünf bis zehn Jahren passieren wird. Teile diese Szenarien in Worst- und Best-Case ein. Was ist das Schlimmste das passieren kann und was das Beste? So ermittelst du den wahrscheinlichsten Case und kannst dir in etwa ausmalen, wie du kurz-, mittel- und langfristig aufgestellt sein wirst.

Schritt 8: Risikoanalyse und Massnahmenplan

Sei realistisch. Jedes Business hat Risiken. Zeig, dass du sie kennst und sag, wie du damit umgehen willst. Das gibt Vertrauen. Aus den Prognosen kannst du die grössten Risiken für dein Unternehmen entnehmen. Achte hier nicht nur auf Finanzen. Gibt es gesellschaftliche, klimatische oder sonstige Aspekte, die dein Business bedrohen können? Was würde eine Pandemie mit deinem Unternehmen machen? Je mehr Risikoszenarien dir einfallen, umso mehr Lösungsansätze kannst du dir dafür überlegen. Umschreibe zu jedem grösseren Risiko ein bis zwei Massnahmen es abzuwenden.

Praxistipps

Praxistipp 1: Lass deine Marke einfliessen

Ein Businessplan sollte kein langweiliges Word-Dokument sein. Lass dein Corporate Design und deine Bildwelt einfliessen. Ein professionell gestaltetes Dokument ist überzeugender. Lass deinen Businessplan von deiner Agentur layouten. Es lohnt sich.

Praxistipp 2: Halte es kurz und knackig

Klar, um dir nochmals über alle Details deiner Geschäftsidee klar zu werden lohnt es sich ausführlich zu arbeiten. Erstelle zum umfangreichen Businessplan noch einen Onepager. Darauf hast du die wichtigsten Informationen aus deinem Businessplan zusammengefasst. Dieses Dokument (ebenfalls professionell gestaltet) kannst du nun potenziellen Investoren und Kreditgebern zeigen. Wenn sie noch mehr Informationen wollen, kannst du ihnen immer noch deinen Wälzer von Businessplan zukommenlassen.

Praxistipp 3: Zeig ihn anderen

Zeig deinen Businessplan möglichst vielen Menschen. Zeig ihn deinen Freunden, deiner Familie, Mitarbeitern und jedem der dir sonst einfällt. Oftmals tauchen so Fragen auf, an die du in deiner Bubble nie gedacht hättest. Übrigens: Wir lesen deinen Businessplan und prüfen ihn auf Herz und Nieren. Und wenn du willst, unterstützen wir dich bei allen Belangen beim Aufbau deines Unternehmens. Egal ob Gründung, Finanzen, Marketing oder Strategie.